Blick hinter die Kulissen bei POLYMOLD #2

Präzision aus dem Werkzeugbau

Zeitgleich zum Ausbildungsstart im September 2026, haben wir unsere Serie „Blick hinter die Kulissen bei POLYMOLD“ gestartet. Im >>ersten Teil haben wir euch mit ins Lager genommen und gezeigt, warum ohne funktionierende Lagerlogistik in der Produktion gar nichts läuft.

Heute machen wir den nächsten Schritt – und zwar einen entscheidenden: Wir gehen dorthin, wo eigentlich alles beginnt, bevor auch nur ein Gramm Granulat in eine Spritzgussmaschine wandert. Wir gehen in den Werkzeugbau, und schnuppern hinein in das Reich der Werkzeugmechaniker.

Der Werkzeugbau – die Basis für optimale Qualität

Ohne Werkzeug kein Formteil

Was viele nicht auf dem Schirm haben: Jedes einzelne Kunststoff-Formteil, das POLYMOLD verlässt, verdankt seine Form einem hochpräzisen Spritzgusswerkzeug – oft aus gehärtetem Stahl, gefertigt auf wenige Mikrometer genau. Ohne dieses Werkzeug gäbe es kein Bauteil, keine Kavität, keine Serienproduktion.

Der Werkzeugbau ist damit nicht irgend eine Abteilung unter vielen, sondern das Fundament, auf dem unsere gesamte Fertigung steht. Hier entscheidet sich schon lange vor dem ersten Spritzguss, ob ein Bauteil später maßhaltig, funktionsfähig und reproduzierbar in der geforderten Qualität entsteht.

POLYMOLD erfüllt gemäß DIN EN ISO 13485 höchste Qualitätsstandards in der Medizintechnik
Präzision aus dem hauseigenen Werkzeugbau

Präzisionswerkzeuge – die Basis für Qualität

Gerade in der Medizintechnik gibt es für Ungenauigkeiten keinen Spielraum. Toleranzen im Mikrometerbereich, komplexe Geometrien, hohe Anforderungen an Oberflächen und Kavitäten – all das muss ein Werkzeug über tausende, oft Millionen von Zyklen hinweg zuverlässig halten.

Deshalb gilt bei uns: ISO 13485-zertifizierte Qualität beginnt nicht erst am Spritzgussautomaten, sondern schon am Zeichenbrett und an der Fräsmaschine im Werkzeugbau. Ein präzise konstruiertes und gefertigtes Werkzeug ist die Voraussetzung dafür, dass jedes Formteil – egal ob das erste oder das millionste – exakt der Spezifikation entspricht. Nachhaltige Qualität entsteht also nicht im Zufall, sondern in der Präzision, die wir von Anfang an in unsere Werkzeuge investieren.

Der Werkzeugbau – Handwerk mit Tradition

Gründer, die ihr Handwerk beherrschen

Dass der Werkzeugbau bei POLYMOLD einen so hohen Stellenwert hat, kommt nicht von ungefähr: Einer unserer beiden Gründer, Peter Mallmann, war gelernter Werkzeugmacher-Meister. Gemeinsam mit Josef Irion, seines Zeichens Meister für Maschinenbau-Mechanik, gründeten diese beiden Herren >>vor über 25 Jahren ihren eigenen Betrieb.

Dieses Spezialwissen prägt bis heute unser Unternehmen: Wer weiß, wie viel Erfahrung, Sorgfalt und Fingerspitzengefühl in ein einziges Werkzeug fließen, der versteht auch, warum sich Investitionen in Präzision und in gut ausgebildete Werkzeugmacher immer auszahlen – langfristig, nicht nur beim ersten Bauteil.

Mitglied im Verband deutscher Werkzeug- und Formenbauer e.V.

Als Kunststoffspritzguss-Unternehmen mit hauseigenem Werkzeugbau ist POLYMOLD seit 2012 >>Mitglied im VDWF (Verband deutscher Werkzeug- und Formenbauer e.V.). Unsere >>Experten konstruieren und entwickeln komplexe Werkzeuge. Auf Wunsch auch als Mehrfach- / Mehrkomponenten-Werkzeuge, die höchste Präzisionsansprüche erfüllen können und zudem optimale Werkzeugauslegungen sicherstellen.

Polymold ist Mitglied im Verband deutscher Werkzeug- und Formenbauer e.V.
Ausbildung im Werkzeugbau – Theorie und Praxis eng verbunden

Ausbildung zum/r Werkzeugmechaniker/in

Die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker gehört zu den anspruchsvollsten und zugleich spannendsten Ausbildungsberufen bei POLYMOLD. Wer hier einsteigt, lernt weit mehr als nur den Umgang mit einer Fräse oder einer Erodiermaschine.

Das Praktische an dieser Ausbildung: Unsere Azubis stehen von Anfang an an echten Werkzeugen, die tatsächlich in der Produktion eingesetzt werden – nicht an Übungsstücken, die danach in der Schublade verschwinden. Sie erleben hautnah, wie aus einer technischen Zeichnung ein funktionierendes, hochpräzises Werkzeug wird, und bekommen dabei sowohl das handwerkliche Können als auch das technische Verständnis vermittelt, das später im Berufsalltag zählt.

Werkzeugmacher-Azubis zu Gast bei POLYMOLD

Alle überbetrieblichen Ausbildungsinhalte im Metall-Bereich finden übrigens in der >>Berufsschule in Weilheim statt. Sie ist die modernste Berufsschule Bayerns. Hier kommen Werkzeugmacher-Lehrlinge von Dachau, München bis Garmisch.

Eine Werkzeugmacher-Klasse von dort hat uns übrigens mal besucht. 21 angehende Werkzeugmacher:innen samt Lehrer wurden von unserem jungen Chef, Jonathan Welz persönlich durch die Spritzguss-Fertigung und den Werkzeugbau geführt.

Die Rückmeldung in der Abschlussrunde fiel begeistert aus:

„So vielseitige Allround-Aufgaben bekommt man heutzutage in größeren Firmen oder Konzernen eher selten. POLYMOLD ist da eine faszinierende Ausnahme.“

Werkzeugmacher-Berufsschulklasse aus Weilheim zu Besuch bei POLYMOLD | Gruppenbild zum Abschluss vor dem Firmengebäude in Pähl, Inhaber Jonathan Welz hinter dem Firmenschild über dem "L" zu sehen
Zwischen Werkstatt und Fertigungshalle

Enge Zusammenarbeit mit der Produktion

Wer die Ausbildung zum Werkzeugmechaniker bei uns durchläuft, versteht am Ende nicht nur ein einzelnes Werkzeug, sondern den gesamten Zusammenhang: vom CAD-Modell über die Konstruktion bis zur fertigen Kavität, die tausendfach im Spritzguss eingesetzt wird.

POLYMOLD - Fertigung und Veredelung von medizintechnischen Kunststoffspritzgussteilen & Baugruppen gemäß ISO 50001 rezertifiziertem Energiemanagement

Bei POLYMOLD sitzt der Werkzeugbau nicht isoliert in einer eigenen Welt, sondern Tür an Tür mit der Produktion. Das bringt handfeste Vorteile mit sich:

  • Kurze Wege zwischen Werkstatt und Spritzgussmaschine
  • Direkter Austausch, wenn ein Werkzeug angepasst oder optimiert werden muss
  • Schnelles Feedback aus der laufenden Fertigung – Verschleiß, Abweichungen oder Optimierungspotenzial werden sofort erkannt und rückgemeldet

Vorteil und Herausforderung zugleich

Diese Nähe ist aber gleichzeitig eine Herausforderung: Sie verlangt von unserem Werkzeugbau-Team, flexibel zu bleiben und Prioritäten oft binnen Minuten neu zu setzen. Wenn in der Produktion ein Werkzeug klemmt oder ein Verschleißteil ausgetauscht werden muss, kann das nicht bis zum nächsten Wartungsfenster warten – die Fertigung läuft weiter, und das Werkzeug muss so schnell wie möglich wieder einsatzbereit sein.

Wenn es schnell gehen muss

Just-in-Time-Reparaturen

Genau hier zeigt sich, wie wichtig ein eigener, produktionsnaher Werkzeugbau ist: Fällt ein Werkzeug während der laufenden Fertigung aus, ist schnelles Handeln gefragt. Unser Team analysiert den Fehler direkt vor Ort, tauscht Verschleißteile aus oder überarbeitet Kavitäten – oft innerhalb weniger Stunden, statt tage- oder wochenlang auf externe Dienstleister zu warten.

Stillstand ist keine Option

Diese Just-in-Time-Reparaturen sind für unsere Kunden bares Geld wert: Jede Stunde, in der eine Spritzgussmaschine stillsteht, kostet Zeit und Zuverlässigkeit. Weil wir Konstruktion, Fertigung und Instandhaltung der Werkzeuge unter einem Dach haben, können wir genau da ansetzen, wo es zählt – schnell, unkompliziert und ohne Umwege über Dritte.

Fazit: Werkzeugbau

Der unsichtbare Motor unserer Fertigung

Werkzeugverlagerung zu POLYMOLD

Der Werkzeugbau steht selten im Rampenlicht – und doch ist er der Ort, an dem die Qualität jedes einzelnen Formteils schon lange vor dem ersten Spritzgusszyklus entschieden wird. Präzision, handwerkliches Können und die enge Verzahnung mit der Produktion machen ihn zu einem der wichtigsten Bausteine unseres Erfolgs als verlässlicher Partner für Kunststoff-Baugruppen in der Medizintechnik.

Menschen statt HR-Personalnummern

Der Mensch im Mittelpunkt

Was den >>Werkzeugbau – und POLYMOLD insgesamt – ausmacht, ist am Ende nicht nur Maschinenpark und Präzision, sondern die Menschen dahinter. Wir sind ein inhabergeführtes, mittelständisches Unternehmen mit rund 40 Mitarbeitenden. Bei uns sind die Kollegen keine anonymen HR-Nummern, sondern Menschen, die man kennt, mit denen man täglich zusammenarbeitet und auf die man sich verlassen kann.

Jeder einzelne zählt

Ob erfahrene Fachkraft mit jahrzehntelanger Werkzeugbau-Erfahrung oder Berufseinsteiger am ersten Tag der Ausbildung – der Beitrag jedes Einzelnen zählt. Genau diese Praxisnähe und Verantwortung von Anfang an machen den Unterschied. Wer bei uns startet, wird Teil eines Teams, das Wissen bereitwillig weitergibt und die eigene Entwicklung aktiv unterstützt – Tag für Tag, Werkzeug für Werkzeug.

Fortsetzung folgt

Teil 3: Vom Granulat zum Formteil

Im dritten Teil unserer Serie „Vom Lager bis zur fertigen Kunststoff-Baugruppe“ geht es dorthin, wo die von unserem Werkzeugbau gefertigten Werkzeuge ihren Einsatz finden: an die Spritzgussmaschine. Wir zeigen, wie unter hohem Druck und exakt definierten Temperaturen aus Granulat ein fertiges Formteil entsteht.

Bleibt dran!

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