Nachhaltiges Energiemanagement zahlt sich aus

Polymold ISO 50001 re-zertifiziert

Pähl  22. März 2024 | Obwohl wir kontinuierlich wachsen, arbeiten wir energieeffizienter. Deshalb wurden wir auch in diesem Jahr wieder ISO 50001 rezertifiziert. Als mittelständisches, in der Region verwurzeltes Unternehmen sind wir der Verantwortung gegenüber unserer Umwelt mehr als bewusst. Sie ist zentral verankert in unserer Qualitätspolitik und die Basis für vertrauensvolle und nachhaltige Kundenbeziehungen.

Bereits 2018 eingeführt, unterstützt uns die weltweit gültige 50001 Norm der International Organization for Standardization (ISO), ein dauerhaftes Energiemanagement aufzubauen. Zum dritten Mal in Folge haben wir uns diesem Audit (dieses Mal vom TÜV Austria durchgeführt) freiwillig gestellt und wieder erfolgreich bestanden.

Um weniger Ressourcen zu verbrauchen und die Umwelt zu schonen, erfassen wir dafür alle Energieflüsse im Unternehmen und optimieren die Energieeffizienz systematisch. Nur Unternehmen, die Jahr für Jahr nachhaltig agieren, erhalten diese DIN EN ISO 50001-Zertifizierung.

Energie- und Umweltbewusstsein im Fokus

Als Unternehmen sind wir maßgeblich für den Schutz von Umwelt und Ressourcen verantwortlich. Und da Nachhaltigkeit bei uns Herzensangelegenheit ist, setzen wir freiwillig nachhaltige Konzepte um, die unseren Energieverbrauch und Produktionsreste minimieren.

Energiemanagement beschleunigt Energiewende

Datengetriebenes Energiemanagement, wie u.a. für das Ökoprofit-Projekt umgesetzt, hilft uns dabei, die Energieeffizienz systematisch und nachhaltig zu optimieren. Laut Deutscher Energie-Agentur beschleunigt diese Digitalisierung die Erreichung der Klimaschutzziele maßgeblich und damit die Energiewende.

Wir übernehmen freiwillig Verantwortung für den Schutz unserer Umwelt und setzen nachhaltige Konzepte in unserem Unternehmen um.

Freiwillig, eigenverantwortlich & kooperativ

ÖKOPROFIT Logo

ÖKOPROFIT: Umweltschutz profitabel umsetzen

Polymold ist seit über 10 Jahren auch Teil des bayerischen Umweltprojekts „Ökoprofit“ (Ökologisches Projekt für integrierte Umwelttechnik). Ziel ist eine „Cleaner Production“, bei der Betriebskosten gespart und dabei die Umwelt und Ressourcen geschont werden.

Der Energie- und Ressourcenverbrauch macht einen beträchtlichen Faktor bei unseren Produktionskosten aus, wie unsere SEU’s (Significant Energy Users) deutlich zeigen. Allein der POLYMOLD Maschinenpark, bestehend aus 20 Spritzgussmaschinen, verbraucht mit 51 % die meiste Energie, gefolgt von den Kompressoren (ca. 15 %) und der Kühlung (ca. 11 %).

Cleaner Production bei POLYMOLD

Über das Ökoprofit-Energiemanagement-Tool wurden die energiebezogene Leistung und die EnPI’s (Energy Performance Indicator) dokumentiert und bewertet. Diese Werte machen den Energiebedarf in Bezug auf Umsatz, Material oder Maschinenlaufzeit nachvollziehbar und zeigen Entwicklungsverläufe. So macht die aktuelle Auswertung deutlich sichtbar, dass wir u.a. unsere ‚Umsatzbezogene Energieeffizienz‘ über die letzten 4 Jahre kontinuierlich senken konnten.

Seit 2011 nimmt POLYMOLD auch aktiv am Umwelt- und Klimapakt Bayern teil und demonstriert damit sein starkes Engagement für Umweltschutz und Nachhaltigkeit. „Als einer der führenden Hersteller von Kunststoffbaugruppen für die Medizintechnik möchten wir gemeinsam mit unseren Kunden erfolgreich in die Zukunft blicken. Daher übernehmen wir freiwillig Verantwortung für den nachhaltigen Schutz unserer Umwelt“, so Jonathan Welz

Umweltpakt Bayern - Wir sind seit 2011 mit dabei | Grafik: Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

ISO 50001:2018 Zertifikat

Für unseren Firmenstandort in Pähl haben wir laut Zertifikat vom TÜV Austria den Nachweis für die regelwerkskonforme Anwendung des ISO 50001:2018 Managementsystems erbracht, dass wir unsere aufgestellten Umwelt- und Energieziele erfolgreich erreicht haben.

Dies gilt für die Bereiche Produktion von Spritzgussteilen und -baugruppen aus Kunststoff im Kundenauftrag, inkl. Laserbeschriftung; Konstruktion und Herstellung von Spritzgusswerkzeugen

Energieeinsparung und Energieeffizienz

Bereich: Kunststoffspritzguss

  • Investition in neue, energieeffiziente Spritzgussmaschinen und durch modernere Trockner-Modelle:
    neuer Trockner spart ca. 40% Strom und 75% Druckluft
  • Verbrauch von Druckluft reduziert durch kompletten Austausch (bereits 2022) der Druckluftleitungen, regelmäßige Überprüfung auf Leckagen
  • Senkung Betriebsdruck durch effizientere Auslegung: Stromeinsparung 6%

Bereich: Dichtungstechnik

  • Austausch von Klimaanlagen in der Dosierabteilung mit leistungsfähigeren Modellen
  • Nachnutzung der ausgebauten Klimaanlage im Bereich Montage

Energiebewusstsein

  • 24/7 und aktuelle Stromüberwachung per Energiemanagementsystem gemäß DIN EN ISO 50001 vermeidet Stromspitzen und spart Industriestrom (-kosten) ein
  • Energiesparen geht uns alle an – alle Mitarbeiter/innen machen mit!
  • siehe Strom-Ampel bei POLYMOLD, als konkretes Beispiel

Energie sparen konkret

Das Thema Energie ist spätestens seit dem Ukraine-Krieg erneut in den Fokus gerückt. „Die Kosten für Energie stiegen in nie dagewesene Höhen. Täglich wurde gerechnet, was uns Energie kosten würde“, erinnerte sich Geschäftsführer und Inhaber Jonathan Welz. Um so wichtiger, ein gemeinsames Bewusstsein für den Energieverbrauch im Unternehmen zu schaffen.

Die Strom-Ampel

Stromsparen ist bei POLYMOLD Teamwork: Für alle sichtbar hängt die Strom-Ampel in der Fertigung, und das schon lange vor der aktiven Beteiligung am Ökoprofit-Projekt. Oberhalb des grünen Bereichs macht sie Stromspitzen sicht- und per Signal auch hörbar.

Gerade beim wöchentlichen Anfahren der Maschinen lohnt es sich besonders auf sie zu achten: Denn die monatlichen Stromkosten richten sich nach dem höchsten Verbrauchs-Peak, auch wenn hinterher wieder weniger verbraucht wird.

Alles im grünen Bereich

Um den Stromverbrauch im grünen Bereich – also unter 130 kW – zu halten, müssen viele Faktoren von der Spritzerei-Leitung berücksichtigt werden. Abhängig von der Größe der Bauteile, dem Material und auf welcher Maschine hergestellt (elektrisch oder hydraulisch), werden die Maschinen gruppenweise versetzt und in Stufen hochgefahren.

Nachhaltiger Erfolg für heute und morgen

POLYMOLD vereint Wachstum und Nachhaltigkeit

Jonathan Welz ist überzeugt, dass Nachhaltigkeit ein wichtiger Baustein dauerhaften Erfolgs ist. „Schließlich wollen wir auch noch in den nächsten 25 Jahren ein verlässlicher Partner für unsere Kunden, unsere Region und unsere Umwelt sein,“ so der Inhaber und Geschäftsführer von POLYMOLD.

Ausblick in eine gemeinsame Zukunft

Obwohl wir kontinuierlich wachsen, arbeiten wir nachgewiesenermaßen nach ISO 50001 immer energie-effizienter! Nicht zuletzt unser Fokus auf regionale Zulieferer hält unseren ökologischen Fußabdruck gering.

Damit liefern wir den ‚lebendigen‘ Beweis, dass Wachstum und Nachhaltigkeit gemeinsam möglich sind und bleiben beständig dran:

Kommende Maßnahmen und Investitionen

  • Einsparpotenziale nutzen durch sukzessiven Austausch älterer Maschinen
  • Trocknung automatisieren: durch Reduzierung der Laufzeit von Trockner und Kompressoren könnten ca. 6400 kWh im Jahr eingespart werden (Vorversuche laufen)
  • Fuhrpark erneuern: Palettentransport auf Elektrotransporter umstellen

Der sichtbare Beweis dafür, dass es uns immer wieder gelingt neue Lösungen und Produkte gemeinsam mit unseren Kunden zu erarbeiten, die – ohne Nachhaltigkeit und unsere CO²-Bilanz zu vergessen – höchsten Qualitätsansprüchen entsprechen, sind all unsere Zertifikate und Urkunden.

Fabrik der Zukunft

Jonathan Welz will mit POLYMOLD besonders Innovationen vorantreiben, neue Märkte erschließen und weiterhin zusammen mit den Kunden einen positiven Beitrag in der Welt leisten – nicht nur in der Medizintechnik!

Damit das in noch größerem Stil gelingt, werden bald neue Produktionsräume gebaut. In Sichtweite zum Stammsitz kann nach gelungenem Generationenwechsel die Fertigung im Neubau künftig noch effizienter gestaltet werden.

Sein Motto für POLYMOLD: …mutig vorwärts & gemeinsam die Zukunft gestalten!

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